f Das ehemalige KZ-Außenlager Tannenberg bei Unterlüß ~ Heimatforschung im Landkreis Celle

Mittwoch, 7. Februar 2018

Das ehemalige KZ-Außenlager Tannenberg bei Unterlüß


"Jetzt will ich versuchen wieder ein bisschen Mensch zu werden und mich dann über meine Zukunft entscheiden..." 


F. Eisenstätter am 25. Juli 1945 im Heim des Landeskomitees für Deportiertenfürsorge in Budapest, Überlebende des KZ-Außenlagers "Tannenberg" bei Altensothrieth, Unterlüß im Landkreis Celle. 


Die Geschichte eines KZ-Außenlagers bei Unterlüß im Landkreis Celle...

Im Raum Celle gab es zwischen 1933 und 1945 eine erhebliche Anzahl von Rüstungsbetrieben.  Insbesondere handelte es sich hierbei um Einrichtungen zur Herstellung und Befüllung von Munition. Die Gründe für die hohe Dichte von Rüstungsbetrieben fußten unter anderem auf den geografischen und politischen Standortfaktoren. Die Verfügbarkeit günstiger Flächen, das Vorhandensein von militärischen Einrichtungen in der näheren Umgebung und der politische Rückhalt in der Bevölkerung trugen zur Ansiedlung entsprechender Rüstungsbetriebe bei.[1]

Da viele Tätigkeiten von Hand zu verrichten waren, kamen in der Rüstungsproduktion vielerorts Zwangsarbeiter zum Einsatz, die in entsprechenden Lagern untergebracht wurden. Die Hintergründe dieser Lagereinrichtungen sind mittlerweile bereits weitgehend erforscht worden.[2]

Das Lager Tannenberg...

Einen Sonderfall stellt das sogenannte Lager "Tannenberg" bei Unterlüß dar. In diesem waren jüdische Frauen inhaftiert, die aus dem KZ Auschwitz zum Arbeitseinsatz nach Norddeutschland gebracht worden waren. Zwar liegen heute einige Quellen zu diesem Lager vor - vor Ort weisen jedoch nur noch ein paar moosbewachsene Mauerreste, Gräben und Fundamente auf die Existenz der Einrichtung hin. 


Kein Schild und keine Gedenktafel erinnert heute somit an das Schicksal hunderter Häftlinge, die bis unmittelbar vor Kriegsende unweit heutiger Wanderwege im KZ-Außenlager Tannenberg eingesperrt waren. Ziel dieses Beitrags ist es, anhand des vorliegenden Quellenmaterials, die Zusammenhänge des Lagers Tannenberg bei Unterlüß darzulegen. 

Sofern es zu diesem Thema weitere Ergänzungen / Hinweise geben sollte, würde ich mich  sehr freuen, wenn diese an die folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: found-places@live.de


Die Hintergründe...

Am 15.10.2013 wurde auf der ersten Seite des Mitteilungsblatts der Gemeindeverwaltung Unterlüß ("Lüßblatt") ein Brief der Kunstprofessorin Edith Balas veröffentlicht. Frau Balas (geb. Lövy), die heute als Professorin an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh tätig ist, wies in ihrem Brief an die Unterlüßer darauf hin, dass sie bis wenige Tage vor Kriegsende in einem Frauenlager nahe des Ortes untergebracht war und mit hunderten anderen inhaftierten jüdischen Frauen Schwerstarbeit leisten musste.[3]

Die Cellesche Zeitung berichtete am 29.07.2013 über diesen Brief.[4] In Ihrem 2013 erschienenen Buch erläutert Edith Balas, wie sie aus ihrer ursprünglichen Heimat im heutigen Rumänien zunächst ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert wurde und wie sie schließlich ins Lager Tannenberg bei Unterlüß gelangte.[5]

Bild: Cover Vogel im Flug (Orig.: Bird in Flight) von Edith Balas. Quelle: H. Altmann.

Die Geschichte von Edith Balas beginnt in der Stadt Klausenburg, in der sie am 20.06.1929 geboren wurde. Klausenburg gehörte damals zum Großfürstentum Siebenbürgen, das in Folge des Ersten Weltkriegs zunächst an Rumänien und dann, im Rahmen des Zweiten Wiener Schiedsspruches, wieder zurück an Ungarn fiel. Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs stand Ungarn als Verbündeter an Deutscher Seite. 

Mit der verlustreichen Schlacht von Stalingrad geriet die ungarische Regierung unter Zugzwang. Als die Rote Armee vor den Landesgrenzen stand, wollte Ungarn nicht auf Seiten Nazideutschlands stehen. Da Ungarn drohte auf Seiten der Alliierten zu wechseln,  wurde das Land am 19.03.1944 durch die Deutsche Wehrmacht besetzt. Bereits im April 1944 begann ein speziell gebildetes Sondereinsatzkommando des Reichssicherheitshauptamtes unter der Führung des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann die ungarischen Juden systematisch zu erfassen und in Konzentrationslager zu deportieren.

Die Familie von Edith Balas wurde zunächst in einer Ziegelfabrik nahe der Stadt Klausenburg untergebracht, die als Sammellager bzw. Ghetto für die jüdische Bevölkerung diente.[6] Von dort aus wurde die Familie gemeinsam mit vielen weiteren nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Innerhalb weniger Monate gelangten hunderttausende Juden aus ganz Ungarn in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo sie entweder sofort in Gaskammern umgebracht oder zu Arbeitseinsätzen ausselektiert wurden.

Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter verließ Edith Balas im August 1944 das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und erreichte nach mehrtägigem Transport in Viehwaggons das Konzentrationslager Bergen-Belsen und schließlich Unterlüß.[7] Hier befand sich ein Außenlager des KZ Bergen-Belsen, das als das Lager „Tannenberg“ bezeichnet wurde.[8]

Bild: Luftaufnahme Lager Tannenberg. Quelle: US Luftbild 1945. 

Über das KZ-Außenlager Tannenberg ist heute nur wenig bekannt, was auch mit der historischen Entwicklung des Lagers bei Kriegsende zusammenhängt. Dennoch liegen einige Quellen und Unterlagen zur Geschichte des Lagers Tannenberg vor. Insbesondere die Protokolle des National Committee for Attending Deportees (DEGOB), die in Ungarn seit dem Frühjahr 1945 aufgenommen wurden[9], liefern heute wichtige Hinweise zum damaligen Lageralltag.

Das KZ-Außenlager Tannenberg[10] befand sich etwa in 6 km westlich von Unterlüß, unmittelbar südlich von Altensothrieh. Historische Luftaufnahmen und militärische Karten zeigen das Lager Tannenberg etwa 400m südlich der heutigen Landstraße 280 zwischen Unterlüß und Müden (Örtze), in Höhe des ehemaligen Hofes Altensothrieh.[11] Das Lager war auf einer kleinen Anhöhe errichtet worden. Nordwestlich fällt das Gelände bis zu den morastigen Flächen der Sothrieth ab. Im südwestlichen Bereich grenzte das Lager an eine offene Heidefläche, die noch heute in Teilen vorhanden ist.

Bild: Luftaufnahme Lager Tannenberg. Quelle: US Luftbild 1945; Google Earth. 

Aus den vorhandenen Quellen geht hervor, dass Ende August 1944 etwa 400 bis 800 jüdische Frauen aus Auschwitz ins Lager Tannenberg gelangten. Sie stammten hauptsächlich aus Polen und Ungarn sowie zu kleineren Teilen auch aus Jugoslawien, Tschechien und Rumänien.[12] Die Jüdinnen arbeiteten hauptsächlich in einer Munitionsfabrik der Firma Rheinmetall-Borsig in Unterlüß[13], bauten Straßen, räumten Schutt, verlegten Schienen und verrichteten Forstarbeiten.[14] 

Bild: Cover DEGOB-Protokoll. 

Zur genauen Anzahl der inhaftierten Jüdinnen gibt es keine eindeutigen Aussagen. Während Überlebende die Zahl der Häftlinge mit ca. 900 – 1.000 angeben[15], waren anderen Aussagen nach maximal ca. 450 – 500 jüdische Frauen inhaftiert.[16] Dabei gehen letztere Aussagen lediglich von Berechnungen aus nach denen das Lager Tannenberg aus drei Häftlingsbaracken bestand, die jeweils ca. 360 m2 umfassten und damit pro Baracke 150 Personen Platz boten.[17]

Tatsächlich belegen historische Luftaufnahmen jedoch, dass es vor Ort mindestens fünf größere Baracken gab, wobei kleinere Nebengebäude nicht mit eingerechnet sind. Die größeren Baracken umfassten eine Gesamtfläche von ca. 2.300 m2 – also rund doppelt so viel Platz. Auch wenn zwei der größeren Gebäude gemeinschaftlich genutzte Flächen waren (wie z.B. Küchenbaracke), bleiben noch rund 1.600 m2 für Häftlingsbaracken. Bei einer angenommenen Pritschenlänge von 1,80 m und einem Abstand von 30 cm auf jeder Seite, sowie einem entsprechenden Mittelgang wäre eine Häftlingsanzahl von 900 – 1.000 somit durchaus plausibel – zumal es sich meist um Doppelstockbetten handelte. 

Eine Aufstellung der weiblichen Arbeitskräfte des KZ Bergen-Belsen gibt an, dass sich am 15.03.1945  517 weibliche Häftlinge im Lager Tannenberg befanden.[18] Im Originaldokument werden die 517 Häftlinge allerdings direkt dem Rüstungsbetrieb Rheinmetall-Borsig AG zugeordnet[19] - nicht abschließend geklärt ist insofern, ob im Lager Tannenberg weitere Häftlinge untergebracht waren, die andere Tätigkeiten ausführten. 

Bild: Lager Tannenberg bei Altensothrieth. Quelle: War Office Map, published 1944, 3rd. Edition; Google Earth. 

Die Arbeit im KZ-Außenlager Tannenberg war hart. Aus den DEGOB-Protokollen gehen detaillierte Hinweise zu den Einzeltätigkeiten hervor. Insbesondere arbeiteten die Frauen in zwölfstündiger Schicht, d.h. von 6:00 Uhr morgens bis 18:00 abends.[20] Sie waren dabei in der Munitionsfabrikation der Firma Rheinmetall in Unterlüß eingesetzt.[21]

Darüber hinaus wurden Forstarbeiten[22] verrichtet und Straßen[23] gebaut. Auch mussten nach Aussage Überlebender Häftlinge Bunker und Wasserbecken gebaut werden.[24] Edith Balas vermerkte in ihrem Buch, dass sich die Holzfällarbeiten vor allem auf einen „schwarzen Wald“ bezogen, der aufgrund eines Waldbrandes so genannt wurde.[25]

Bild: Lager Tannenberg bei Altensothrieth heute - ehem. Eingangsbereich. Quelle: H. Altmann. 

Zur anstrengenden Arbeit kam die spärliche Beköstigung[26] und die rohe Behandlung durch die Bewachungsmannschaften[27] hinzu. Insbesondere die SS-Aufseherinnen werden in den Berichten der Überlebenden mehrfach in diesem Zusammenhang genannt.[28] Auch die Kälte des Winters[29] 1944 / 1945 und die unhygienischen Bedingungen[30] im Lager setzten den Frauen zu. 

Bild: Lager Tannenberg bei Altensothrieth. Quelle: War Office Map, published 1944, 3rd. Edition; Google Earth. 

Die jeweiligen Darstellungen zu den Abläufen im Lager Tannenberg variieren in manchen Aspekten, da die Wahrnehmung der inhaftierten Frauen individuell erfolgte. Viele hatten bereits unterschiedliche Konzentrationslager durchlaufen – daher verfügten die Häftlinge über verschiedene Erfahrungen vor deren Hintergrund die Erlebnisse im Lager Tannenberg bewertet wurden. 

So waren einige sogar im ersten Moment erleichtert, als jeder der Inhaftierten bei Ankunft ein eigener Teller, ein Löffel und ein eigenes Bett zugeteilt wurden.[31] Auch Edith Balas bemerkte in ihrem Buch, dass die Mahlzeiten „wunderbar“ im Vergleich zu dem waren, was sie zuvor in Auschwitz bekommen hatten.[32] Andere wiederum beurteilten die Kost als spärlich und schlecht.[33] Nach Einzelaussagen belief sich die Tagesration an Nahrung auf 400 g Brot und 750 ml Suppe pro Tag.[34]

Übereinstimmend sind die Aussagen der Überlebenden vor allem in Bezug auf die schlechte Behandlung durch die Lagerkommandanten und die SS-Aufseherinnen. Zwar enthalten nicht alle DEGOB-Protokolle detaillierte Angaben zu Misshandlungen seitens der SS - allerdings kam es nach Kriegsende auf der Grundlage einzelner Aussagen zu Ermittlungen durch die britische Militärpolizei, die weitere Einblicke geben.[35]

Bild: Lager Tannenberg bei Altensothrieth heute - ehem. Zufahrt. Quelle: H. Altmann.  

Obwohl das Lager Tannenberg nur für kurze Zeit, d.h. zwischen August 1944 und April 1945 als KZ-Außenlager genutzt wurde, wechselten die Lagerkommandanten in recht schneller Folge. Zuerst war der, SS-Hauptsturmführer Friedrich Diercks in den Monaten September / Oktober 1944 als Lagerkommandant eingesetzt.[36] Diercks wurde als ein „relativ harmloser Mann“, der am Geschehen im Lager nicht weiter interessiert war, beschrieben.[37]

Unter Diercks tat insbesondere der SS-Hauptscharführer Rudolf Wandt im Winter 1944 / 1945 sowie im Februar 1945 Dienst im Lager Tannenberg.[38] Nach Wandt folgte in den letzten Kriegsmonaten noch der SS-Unterscharführer Hans Stecker, der unter den Häftlingen als äußerst brutaler Mensch bekannt wurde.[39] Überlebende berichteten nach Kriegsende, dass Stecker die Häftlinge oft stundenlang in der Kälte Appell stehen ließ und die Frauen nach Belieben verprügelte. 

Bild: Lager Tannenberg heute - Reste eines Gebäudes. Quelle: H. Altmann. 

In Erinnerung blieb den Überlebenden des Lagers Tannenberg aber vor allem die SS-Aufseherin Susanne Hille, deren brutales Vorgehen in den DEGOB-Protokollen mehrfach genannt wird.[40] Edith Balas berichtet in ihrem Buch von einer jungen, dunkelhaarigen SS-Aufseherin, die von den Häftlingen „die Schwarze“ genannt wurde.[41] Es kann sich hierbei eigentlich nur um die besagte Susanne Hille handeln, deren äußeres Erscheinungsbild von mehreren Häftlingen beschrieben und ebenfalls in den Ermittlungsunterlagen der britischen Untersuchungsbehörden aufgeführt wurde. 

Bei einer Gelegenheit hetzte diese SS-Aufseherin deutsche Schäferhunde auf Edith Balas und ihre Schwester und schlug auf die beiden Frauen mit ihrem Gummiknüppel ein.[42] Angeblich soll die besagte Aufseherin in ihrem bürgerlichen Leben eine Reitkünstlerin im Zirkus gewesen sein.[43]

Dies trifft allerdings nicht zu. In ihrer Vernehmung berichtete eine der Blockältesten aus dem Lager Tannenberg, Irene Glück, von den Lagerkommandanten – und auch von Susanne Hille, die demnach aus „Altenberg oder Altenburg“ stammte.[44] Tatsächlich enthält die Arbeitskräftekartei des ehemaligen Arbeitsamtes Altenburg (Thüringen) eine Karte von Susanne Hille. Sie wurde 1922 in Altenburg geboren – war also bei Kriegsende 22 bzw. 23 Jahre alt. Sie wurde 1937 / 1938 zur Verkäuferin ausgebildet – arbeitete als solche jedoch nur zwei Monate.[45] Später war sie als Hilfsarbeiterin in einer Spielkartenfabrik und wieder später als Kontrollarbeiterin in einem ortsansässigen Rüstungsbetrieb tätig.[46]

Bild: Lager Tannenberg heute - Reste eines Gebäudes. Quelle: H. Altmann.  

Während ihre zivile Karriere offenbar nur mittelmäßig verlief, scheint Susanne Hille in der Schutzstaffel (SS) recht schnell aufgestiegen zu sein. Im Tannenberglager galt sie durch diverse Misshandlungen von Häftlingen als „berüchtigt“. Aussagen von Überlebenden  belegen, dass sie Hunde auf die Frauen gehetzt haben soll und bei vielen Gelegenheiten ohne Grund von ihrem Schlagstock Gebrauch machte.[47]

Berüchtigt war die SS-Aufseherin auch, weil sie Frauen, die ihr „auffielen“ ohne Weiteres abtransportieren ließ – die anderen sahen diese Frauen nicht mehr wieder.[48] In einem Fall wurde „eine junge Frau ausselektiert, weil sie nur die Musik liebte“.[49] Auch solche Frauen die nicht gut arbeiteten wurden einfach „weggeschickt“.[50] Die Vermutung liegt nahe, dass diese Frauen zurück nach Bergen-Belsen überstellt wurden. Ihr Verbleib ist jedoch ungeklärt.

Bild: Lager Tannenberg heute - Reste eines Kellers. Quelle: H. Altmann. 

Die Arbeit in der Munitionsfabrik der Rheinmetall-Borsig AG im Werk Neulüss setzte den Frauen zu. Die Jüdinnen mussten jeden Tag den Fußmarsch von Altensothrieth nach Unterlüß antreten – dabei wurden sie von der SS bewacht.[51] In Unterlüß mussten die Frauen Schützen- bzw. Splitterschutzgräben ausheben, Luftschutzbunker errichten und den Untergrund für eine neue Fabrikhalle der Firma Rheinmetall-Borsig am Standort Neulüß planieren. In der ortsansässigen Munitionsfabrik mussten die Frauen Geschosse befüllen, wobei der Kontakt mit den giftigen Stoffen und das Einatmen der chemischen Dämpfe die Gesundheit zerstörten.[52]

Die Schwester von Edith Balas arbeitete ebenfalls in der Munitionsfabrik – ihre Haare und Kleidung verfärbten sich im Laufe der Arbeit aufgrund der eingesetzten Chemikalien orange-gelb.[53] Um dem Gift und dem bitteren Geschmack, der durch das Einatmen der Dämpfe hervorgerufen wurde, entgegenzuwirken, erhielten die Mädchen eine Ration Milch[54] – dieses konnte die Beeinträchtigungen jedoch natürlich nicht heilen.[55] Im späteren Entschädigungsprozess gegen Rheinmetall wurde dieser Umstand allerdings nochmals relevant.[56]

Bild: Lager Tannenberg heute - Reste eines Kellers. Quelle: H. Altmann. 

Auch wenn das Lager Tannenberg im Wald bei Altensothrieth recht abgelegen war, wusste die Unterlüßer Bevölkerung vom KZ-Außenlager.[57] Insbesondere beim täglichen Marsch durch das Dorf zur Munitionsfabrik nahm die Bevölkerung wahr, dass die Frauen KZ-Kleidung trugen und geschorenes Haar hatten.[58] Damit unterschieden sich die Jüdinnen  äußerlich bereits auffällig von den anderen Zwangsarbeitern im Ort. Edith Balas berichtet in diesem Zusammenhang von einer Begegnung bei der die Häftlinge auf eine Mutter mit ihrem kleinen Kind trafen.[59] Die Mutter forderte ihr Kind auf mit Steinen nach der Frauen zu werfen – das Kind gehorchte.[60]

Am 04.04.1945 griff die 8. US Air Force in mehreren Wellen die Anlagen von Rheinmetall-Borsig an.[61] Durch den Bombenangriff wurde die Munitionsfabrik vollkommen zerstört.[62] Es war dem Zufall geschuldet, dass der Angriff an einem Tag erfolgte, an dem kein Arbeitseinsatz der Häftlinge aus dem Lager Tannenberg vorgesehen war.[63] Nur wenige Tage nach dem Bombenangriff auf Unterlüß näherten sich die alliierten Truppen aus südwestlicher Richtung. 

Am 11.04.1945 zeichnete sich bereits ab, dass Celle von britischen Einheiten eingenommen werden würde.[64] Aus der Ferne waren auch im Lager Tannenberg der Kanonendonner und die Sprengungen von Brücken deutlich vernehmbar.[65] Die deutschen Verbände fluteten stetig in nordöstliche Richtung zurück. Die Besetzung der Stadt Celle durch die britischen Truppen erfolgte schließlich - ohne größere Gegenwehr - am 12.04.1945.[66]

Die militärischen Entwicklungen hatten ebenfalls Auswirkungen auf das Lager. Die Lagerverwaltung und die Wachmannschaften setzten sich kurzerhand ab[67] – offenbar um einer Verhaftung / Verurteilung durch die anrückenden Alliierten zu entgehen. Und so war es der Lagerkoch, der den Frauen, nach Abzug der Wachmannschaften, ihre Freiheit verkündete.[68] Die Erleicherung unter den Lagerinsassen war unbeschreiblich groß, schrieb Edith Balas später.[69]

Bild: Lager Tannenberg heute - es befindet sich unmittelbar an der Grenze zum Schießplatz. Quelle: H. Altmann. 

Allerdings weilte die Freude im Lager Tannenberg nur kurz. Bereits wenig später erreichten bewaffnete Zivilisten das Lager und verfrachteten die Jüdinnen auf Lastwagen, um sie fortzubringen.[70] Tatsächlich handelte es sich bei den „bewaffneten Zivilisten“ um Einheiten des Unterlüßer Volkssturms.[71] Dies bestätigte auch der frühere Ortsgruppenleiter von Unterlüß, Hermann Denecke, in einem Schreiben vom 14.06.1947. In diesem gab er an, dass der Unterlüßer Volkssturm angefordert worden sei, um die Jüdinnen mit Lastwagen nach Lüneburg zu bringen. Dort wurde jedoch die Aufnahme der Frauen verweigert und der Transport gelangte schließlich auf Umwegen nach Bergen-Belsen. Edith Balas resümierte, dass die Unterlüßer kein Konzentrationslager in ihrer Nähe haben wollten, als die Alliierten eintrafen.[72]

Die Hintergründe der Transportaktion werfen somit bis heute Fragen auf. Die Protokolle des Unterlüßer Volkssturmbataillons 24/29 weisen keinen offiziellen Befehl oder sonstige Anweisungen für die Abholung der Jüdinnen auf.[73] In der Chronik der Gemeinde Unterlüß heißt es hierzu lediglich, dass die Bewachung das Lager fluchtartig verließ und die Frauen per LKW nach Lüneburg transportierte.[74] Einen Nachweis dafür, dass die Wachmannschaften die Jüdinnen abtransportierten wird jedoch durch keinen der Häftlingsberichte gestützt – in diesen ist stets von "bewaffneten Zivilisten" die Rede. 

Da offenbar weder Befehle ergingen, noch die zuständigen Wachmannschaften den Abtransport organisierten, liegt der Schluss nahe, dass tatsächlich Zivilisten aus Unterlüß oder der näheren Umgebung diese Aktion durchführten. 


Während des Abtransports wurde eine der Frauen bei einem Fluchtversuch angeschossen.[75] Von den 500 Frauen, die das Lager Tannenberg am frühen Morgen des 13.04.1945 verließen, starben ca. 300 in Bergen-Belsen, wie die Überlebende Valerie Jakober-Furth später angab.[76] Der Rest von ihnen wurde schließlich von den britischen Truppen befreit.

Bild: Lager Tannenberg heute - angrenzende Heidefläche. Quelle: H. Altmann. 

Trotz intensiver Ermittlungen der britischen Militärverwaltung konnte keiner der gesuchten SS-Leute aus dem Außenlager Unterlüß juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.[77]

Das Schicksal der SS-Aufseherin Susanne Hille ist mittlerweile bekannt. Nachdem sie sich offenbar mit dem Rest des SS-Lagerpersonals absetzen konnte, gelangte sie bis über die Elbe nach Bresegard bei Hagenow (Mecklenburg), wo sie am 07.05.1945 verstarb. Sie erlebte die Kapitulation am darauffolgenden Tag folglich nicht mehr und wurde vor Ort bestattet. Die genauen Umstände ihres Todes sind bis heute ungeklärt.

Bild: Lager Tannenberg heute - nur 200 m entfernt: Altensothrieth. Quelle: H. Altmann. 

In den Nachkriegsjahren kam es zu Entschädigungsprozessen gegen Unternehmen, die zu Kriegszeiten Zwangsarbeiter beschäftigt hatten. Im Dezember 1957 wurde eine erste Anklage gegen die Rheinmetall Berlin AG beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg erhoben.[78] In seinem 1981 erschienenen Buch „Lohn des Grauens“ fasste der Jurist Benjamin Ferencz die Zusammenhänge um die Entschädigungsforderungen gegen die Rheinmetall AG zusammen.  

Ferencz war zuvor Chefankläger im sogenannten Einsatzgruppen-Prozess – einem Nachfolgeprozess im Rahmen der Nürnberger Prozesse. Aus offiziellen Unterlagen ging hervor, dass Rheinmetall mehr als 5.000 KZ-Insassen beschäftigte, Juden wie Nichtjuden, und dass Auschwitz-Kommandant Höß wie auch SS-Obergruppenführer Pohl die Beteiligung der Firma am Programm zur Nutzung der Arbeitskräfte in den Lagern bestätigt hatten.[79]

Es begannen zähe Verhandlungen mit der jüdischen „Claims Conference“ in deren Verlauf Rheinmetall zwar einerseits erklärte Rechtsnachfolger der Rheinmetall-Borsig AG zu sein, die während des Krieges KZ-Häftlinge beschäftigte und sich bereit erklärte, Ansprüche, die aus dieser Zeit stammen zu befriedigen[80], gleichzeitig jedoch forderte, dass diese Ansprüche bewiesen werden müssten. Laut Benjamin Ferencz war ein „äußerst ungewöhnlicher Handel“ maßgeblich dafür verantwortlich, dass es im Ergebnis zu einer Einigung kam.[81]

Die US-Regierung wollte damals 20 mm Geschütze des deutschen Rüstungskonzerns erwerben – das Pentagon fürchtete jedoch einen politischen Rückschlag, falls der Kauf abgeschlossen würde, bevor eine Vereinbarung über die jüdischen Ansprüche getroffen war.[82] So floss letztlich eine Geldsumme an die hierfür eingerichtete Kompensations-Treuhandgesellschaft der Claims Conference, die an die ehemaligen jüdischen Zwangsarbeiter verteilt werden musste. 

Wenn eine Antragsstellerin den Namen Unterlüß oder Tannenberg / Unterlüß erwähnte oder sie sich an die Tasse Milch und an die Hautverfärbungen erinnern konnte, hatte die Kompensations-Treuhandgesellschaft keine Schwierigkeiten, die Antragsstellerin als Rheinmetall-Arbeiterin anzuerkennen und der Forderung ohne Verzögerung zuzustimmen.[83]

Bild: Wegweiser unweit des ehem. KZ-Außenlagers Tannenberg. Quelle: H. Altmann. 

Die Überreste des ehemaligen Lagers Tannenberg liegen noch heute im Wald bei Altensothrieth in der Gemeinde Unterlüß.[84] Neben alten Fundamenten und überwucherten Ziegelsteinen erinnert vor Ort nichts mehr an das Schicksal der Häftlinge, die einst in diesem KZ-Außenlager untergebracht waren. 

Die Wegbeschreibungen der angrenzenden Wanderwege des Naturparks Südheide weisen zwar auf die Schönheit der Heidelandschaft hin – verschweigen indessen jedoch die Geschichte des Lagers. Da dieses kurz vor Eintreffen der britischen Truppen aufgelöst wurde und die Häftlinge „gerade noch rechtzeitig“ in das Konzentrationslager Bergen-Belsen transportiert wurden, gerieten die Zusammenhänge rund um das KZ-Außenlager Tannenberg in Vergessenheit.

Bild: Touristisch erschlossene Heidefläche neben dem ehem. KZ-Außenlager Tannenberg. Quelle: H. Altmann.  

Objektiv stellt sich aus heutiger Sicht die Frage, warum die Gemeindeverwaltung von Unterlüß - trotz ihrer Kenntnis um das ehemalige KZ-Außenlager Tannenberg - nicht längst etwas unternommen hat, um darauf entsprechend hinzuweisen. Spätestens seit dem Brief von Edith Balas, der im Lüßblatt vom 15.10.2013 veröffentlicht worden ist, sind die Hintergründe des Lagers grundsätzlich bekannt. 

Obwohl nachfolgende Generationen nicht für die damaligen Zustände verantwortlich gemacht werden können und sollen, wäre es im Rahmen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Geschichte grundsätzlich ein Zeichen des Respekts, wenn die Geschichte des ehemaligen Lagers Tannenberg nicht vergessen wird. 

Hendrik Altmann





[1] Wienecke, „Besondere Vorkommnisse nicht bekannt“ – Wie ein Heidedorf kriegswichtig wurde, S. 46f. 
[2] Köhler, Zwangsarbeit in der Lüneburger Heide, S. 145 ff. 
[3] Mitteilungsblatt der Gemeindeverwaltung Unterlüß vom 15.10.2013, Nr. 10/2013, S. 2. 
[4] Cellesche Zeitung vom 29.07.2013, Edith Balas hegt keinen Groll. 
[5] Balas, Vogel im Flug, S. 52ff.
[6] Balas, Vogel im Flug, S. 36.
[7] Balas, Vogel im Flug, S. 52.
[8] Rahe, Unterlüß Tannenberg, in: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 7 S. 220; Wenck, Zwischen Menschenhandel und „Endlösung“ – das Konzentrationslager Bergen-Belsen, S. 345; Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[9] Fritz, Nach Krieg und Judenmord: Ungarns Geschichtspolitik seit 1944, S. 92. 
[10] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286.
[11] War Office Map, No. 4414, 3rd Edition, 1944. 
[12] Rahe, Unterlüß Tannenberg, in: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 7 S. 220. 
[13] Wenck, Zwischen Menschenhandel und „Endlösung“ – das Konzentrationslager Bergen-Belsen, S. 345
[14] Rahe, Unterlüß Tannenberg, in: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 7 S. 220; Meyer, ‪Ein Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager in seinem Umfeld: Bergen-Belsen von außen und von Innen 1941-1950, S. 63. 
[15] E. Halpert, DGOB-Protokoll A-25393, 26.08.1945; B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945. 
[16] Lüllwitz, in: Cellesche Zeitung vom 26.01.2008; Ceyp, in: Cellesche Zeitung vom 26.01.2008. 
[17] Lüllwitz, in: Cellesche Zeitung vom 26.01.2008. 
[18] Übersicht über Anzahl und Einsatz der weiblichen Häftlinge des Aufenthaltslagers Bergen-Belsen am 15. März 1945, Nederlandse Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD, Amsterdam). 
[19] Übersicht über Anzahl und Einsatz der weiblichen Häftlinge des Aufenthaltslagers Bergen-Belsen am 15. März 1945, Nederlandse Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD, Amsterdam). 
[20] E. Halpert, DGOB-Protokoll A-25393, 26.08.1945; 
[21] E. Halpert, DGOB-Protokoll A-25393, 26.08.1945; F. Eisenstätter, DGOB-Protokoll 015/2238, 25.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945. 
[22] R. Wolf, DGOB-Protokoll 015/1772, 26.08.1945;
[23] R. Wolf, DGOB-Protokoll 015/1772, 26.08.1945;
[24] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945.
[25] Balas, Vogel im Flug, S. 53. 
[26] E. Kaufmann, DGOB-Protokoll Nr. 395, 11.07.1945; F. Eisenstätter, DGOB-Protokoll 015/2238, 25.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945. 
[27] E. Kaufmann, DGOB-Protokoll Nr. 395, 11.07.1945; B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945; I. Goldberger DGOB-Protokoll 1757, 21.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945. 
[28] F. Eisenstätter, DGOB-Protokoll 015/2238, 25.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945; S. Kleimann, DGOB-Protokoll A-5991, 25.07.1945. 
[29] Balas, Vogel im Flug, S. 53; I. Goldberger DGOB-Protokoll 1757, 21.07.1945. 
[30] I. Goldberger DGOB-Protokoll 1757, 21.07.1945. 
[31] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945. 
[32] Balas, Vogel im Flug, S. 53.
[33] I. Goldberger DGOB-Protokoll 1757, 21.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945; F. Eisenstätter, DGOB-Protokoll 015/2238, 25.07.1945; R. Wolf, DGOB-Protokoll 015/1772, 26.08.1945. 
[34] R. Wolf, DGOB-Protokoll 015/1772, 26.08.1945.
[35] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives. 
[36] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives.
[37] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives. 
[38] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives.
[39] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945; [39] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives..
[40] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945; Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[41] Balas, Vogel im Flug, S. 55. 
[42] Balas, Vogel im Flug, S. 55.
[43] Balas, Vogel im Flug, S. 55.
[44] I. Glück, Deposition in the matter of war crimes and Unterluss Camp, 08.11.1945, WO 309/1698 XC 6/2, National Archives; Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[45] Karteikarte Susanne Hille, Arbeitsamt Altenburg Arbeitskräfte Kartei, 39/1/337. 
[46] Karteikarte Susanne Hille, Arbeitsamt Altenburg Arbeitskräfte Kartei, 39/1/337.
[47] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945. 
[48] H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945
[49] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945.
[50] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945.
[51] Kröger / Busse, Bericht vom 02.06.1948, in: Schulze, Unruhige Zeiten – Erlebnisberichte aus dem Landkreis Celle 1945 – 1949, Bd. 8, S. 255. 
[52] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[53] Balas, Vogel im Flug, S. 54.
[54] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 190. 
[55] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286.
[56] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 190. 
[57] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[58] Kröger / Busse, Bericht vom 02.06.1948, in: Schulze, Unruhige Zeiten – Erlebnisberichte aus dem Landkreis Celle 1945 – 1949, Bd. 8, S. 255.
[59] Balas, Vogel im Flug, S. 54.
[60] Balas, Vogel im Flug, S. 54. 
[61] Combat Chronology of he US Amry Air Force, April 1945. 
[62] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[63] Balas, Vogel im Flug, S. 56.
[64] Saft, Krieg in der Heimat, S. 75 ff. 
[65] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945. 
[66] Altmann, Die letzten Kriegstage – Kampfhandlungen im Flotwedel und angrenzenden Ortschaften, 10. bis 20. April 1945, S. 63. 
[67] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286.
[68] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945.
[69] Balas, Vogel im Flug, S. 56.
[70] E. Halpert, DGOB-Protokoll A-25393, 26.08.1945; I. Goldberger DGOB-Protokoll 1757, 21.07.1945; H. Herschkovita, DGOB-Protokoll 1770, 01.08.1945; Balas, Vogel im Flug, S. 57.
[71] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[72] Balas, Vogel im Flug, S. 57. 
[73] Akte des Volkssturmbataillons 24/29 in Unterlüß, Landkreis Celle, betreffend Befehle und Anordnungen der Kreisleitung Celle, NLA HA, Hann. 310 I, Nr. 326.
[74] Gedicke, Chronik der politischen Gemeinde Unterlüß, Bd. 2, S. 168. 
[75] B. Kroo, DGOB-Protokoll A-8853, 24.08.1945; [75] Balas, Vogel im Flug, S. 57. 
[76] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[77] Horstmann, die Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, in: Magargee, Encyclopedia of Camps and Ghettos 1933-1945, S. 286. 
[78] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 166.
[79] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 171.
[80] Beitrag in der Zeitung Bild vom 15.02.1966, in: [80] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 179.
[81] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 183.
[82] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 183.
[83] Ferencz, Lohn des Grauens – Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter – Ein offenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, Kap. 5 : Die Geschütze von Rheinmetall, S. 190.
[84] Krause-Schmitt‪ / Ngo / Einbrodt, Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Widerstandes 1933-1945 (Germany), ‪Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945: Regierungsbezirke Braunschweig und Lüneburg, Bd. 2, S. 78ff.
Reaktionen:

Kommentare:

  1. Toller Artikel mit einem Resümee, dass ich unbedingt teile.

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  2. Sehr gute Arbeit. Ich nehme an sie haben nichts dagegen, dass ich diesen Link bei Wikipedia, Lemma:KZ-Außenlager Unterlüß, eingefügt habe.

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  3. Schöner Artikel. Bin aus Unterlüß und habe mich gleich mal auf die Socken gemacht. Bei den historischen Karten fehlt die Nord-Angabe, was mich etwas verwirrt hat. Die Karte ist nach Süden ausgerichtet. Auch der Verlauf der Landesstrasse ist heute anders als in den Karten verzeichnet. Habe es trotzdem gefunden und bin froh, dass es jemand gibt, der solche Geschichten aufarbeitet. Was mich noch interessieren würde aus der Geschichte, ob die Bahngleise von Rheinmetall nach Faßberg (die nie gebaut wurden, man sieht heute nur noch den Bahndamm) an diesem Lager vorbei geführt hätte, um die Insassen über diese Linie schnell nach Rheinmetall zu bringen.
    Danke für diesen Artikel und den vielen anderen :-)

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